Aktuelles aus Peru

Traurige Nachricht

Am Freitag, den 26.02.2021 ist Herr Helmut Woyke, Ehemann unserer Kinderdorfleiterin, Frau Liselotte Schrader-Woyke, verstorben.

Es ist ein großer Verlust für alle, die ihn lieben und kennen, besonders aber für Liselotte, seine Kinder und alle großen und kleinen Bewohner des „Aldea Infantil Westfalia Kinderdorf“.
Seit fast 30 Jahren hat er unsere Kinderdorfleiterin – anfangs neben seiner Berufstätigkeit als Lehrer in der deutschsprachigen Humboldtschule in Lima, später als Rentner dann vermehrt –  tatkräftig bei der Versorgung der Kinder und dem Ausbau des Kinderdorfs unterstützt.

Vorstand, Kuratorium und Mitarbeiter werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Den unmittelbar Betroffenen wünschen wir viel Kraft und sind in Gedanken bei ihnen.  


Solidaritätsessen der Kolping in Hövelhof zugunsten des Westfalia Kinderdorfes

Aus dem Westfalen Blatt, 26.02.2021:

Solidaritätsessen einmal anders: Caritas und Kolping bitten um Mithilfe

Spendenaufruf für Kinder in Peru

Hövelhof WV – Das traditionelle Solidaritätsessen in Hövelhof kann aufgrund der Coronaschutzbestimmungen in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden. Weil Hilfe aber nach wie vor dringend benötigt wird, hat sich der aus Caritas und Kolping bestehende Arbeitskreis für eine Alternative entschieden: Es gibt zwar diesmal kein gemeinsames Treffen an einem Sonntagmittag, den Spendenaufruf wollen die Organisatoren aber keinesfalls ausfallen lassen.

Der Spendenaufruf lautet konkret: Mit einer Spende in Höhe von mindestens 15 Euro erhalten Spender einen Gutschein. Damit können sie sich im gesamten Monat März aus dem Mittagstischangebot des Bio-Marktes „Ingo‘s Naturkost“ ein Menü aussuchen und dann zu Hause genießen und in Gedanken bei den Kindern im Westfalia Kinderdorf in Lima/Peru sein. Weitere Info: www.ivwk.de

Dazu teilten jetzt Kolping und Caritas mit: Am Sonntag, 14. März, 10.30 Uhr, wird der Gottesdienst in der Pfarrkirche St.-Johannes Nepomuk zu dem Thema gestaltet. Hier gibt es auch Informationen aus erster Hand.

Vom 27. Februar an können Spenden auch vor allen Gottesdiensten am Wochenende im Haupteingang der Pfarrkirche gegen einen Gutschein getauscht werden.

Die Organisatoren bringen den Gutschein auch nach Hause, wenn die Spende auf das Konto der Kolpingsfamilie DE15 4726 2703 7800 8571 00 überwiesen wird. (Stichwort: Peru) Dazu ist die Adresse des Spenders anzugeben. Gutscheine können aber auch in Ingo‘s Biomarkt erworben werden. Hier können Spender ihr Menü auch vorbestellen unter Telefon 933985. Der Erlös der Aktion hilft den Kindern im Westfalia Kinderdorf in Peru.

www.kolping-hoevelhof.de

Magdalene Fortströer (Kolpingsfamilie), Ingo Theismann (Inhaber Ingo’s Naturkost) und Sabine Steffens (Caritas) (Foto WV)

Die Kinder aus dem Westfalia Kinderdorf bedanken sich mit dem folgenden kurzen Video für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen frohe Weihnachten!


Westfalia Kinderdorf feiert 31. Geburtstag

Auch wenn in 2020 alles anders ist, sollte der 31. Geburtstag des Kinderdorfes nicht ganz vergessen werden. Folgen Sie dem Link und erfreuen Sie sich an den Bildern (teilweise aus der Zeit vor den großen Einschränkungen) – statt der traditionellen Feier mit Gästen!

Die Kinderdorfgemeinschaft möchte sich hiermit bei allen Paten, Spendern und Sponsoren bedanken!

https://drive.google.com/file/d/1XIjlT-EvXqDj26DE033hMOxn3lLpLW3c/view

Aktuelle Informationen zur COVID-19-Situation (26.06.2020)

Wie den Medien zu entnehmen ist, hat sich Peru neben Brasilien zum CORONA-Hotspot in Südamerika entwickelt. Derzeit gibt es 285.213 bestätigte CORONA-Fälle (davon (174.535 Genesene und 9.677 Todesfälle).

Der Ausnahmezustand und die Ausgangssperre in Peru sind vorerst bis Ende Juli verlängert worden. Auch wenn diese im August gelockert werden sollten, wird die Ansteckungsgefahr wird in den nächsten Monaten groß sein.

Voraussichtlich wird in einigen Regionen Perus der Unterricht an den Schulen erst mit dem Schuljahresbeginn im März 2021 wieder aufgenommen. Vorerst öffnen die Schulen nur in Gegenden ohne COVID-19-Fälle, wie den Hochanden.

Nun hat das Frauenministerium festgelegt, dass das Kinderdorf desinfiziert werden muss. Zudem muss jede Einrichtung COVID-19-Schnelltests bei den Mitarbeitern durchführen. Die Kosten hierfür sind von der Einrichtung zu tragen.

Im Kinderdorf sind alle Kinder und deren Kinderdorfeltern sowie Angestellte vor Ort CORONA-frei. Dies ist jedoch nur durch die strikte Abriegelung des Kinderdorfes und der (zeit-)aufwendigen Belieferung mit Waren von außerhalb möglich. Preise für Lebensmittel und Medikamente sind weiter gestiegen und machen das Leben teurer.

 

Einschränkungen durch COVID-19 (12.05.2020)

Erfreulich ist, dass es keine Infektionen am COVID-19-Virus im Kinderdorf gibt. Aufgrund strikter Zugangskontrollen und Abschirmung sind somit Kinder, wie auch Eltern und Angestellte sicher untergebracht. Allerdings stellen die gesamte Situation und die Vorgaben des Staates eine große Herausforderung dar.

Das Kinderdorf musste einen Notfallplan für den Umgang mit der Corona-Krise erstellen.

Das Einkaufen ist sehr schwierig geworden, da die Geschäftszeiten eng begrenzt sind. Zudem gibt es lange Warteschlangen vor den Geschäften. Es dauert 2 bis 4 Stunden bis man eingelassen wird. Ein Mundschutz muss getragen und die Abstände müssen eingehalten werden. Dies wird von der Polizei oder von Soldaten überwacht, damit es zu keinen Ausschreitungen kommt.

Die Versorgung der über 100 Kinder sowie der Kinderdorfeltern stellt somit eine besondere Herausforderung dar. Lebensmittelspenden oder ein Großeinkauf müssen gesammelt an das Kinderdorf übergeben werden. Hierzu sind Fahrsondergenehmigungen notwendig, um sich überhaupt mit dem Auto durch die Stadtsperren bewegen zu dürfen. Die Spenden und Einkäufe dürfen dann aber nicht beim Kinderdorf abgegeben werden, sondern nur bis zur Stadt- / Landkreisgrenze “La Molina” gebracht werden, wo  Tio Hibo (Manager / leitender Kinderdorf-Angestellter) diese entgegen nimmt und ins ca. 20 km entfernte Kinderdorf bringt.

Insbesondere Milch für die Säuglinge und Medikamente sind sehr knapp. Außerdem sind die Preise für Lebensmittel stark gestiegen.

Seit dem 6. April erfolgt der Unterricht der staatlichen Schule online, da in Peru alle Schulen geschlossen sind. Das Internet im Kinderdorf ist jedoch sehr langsam und die Verbindung teilweise sehr schlecht. Morgens müssen die Kinder stundenweise den Unterricht online verfolgen und am Nachmittag müssen die Hausaufgaben bis 17 Uhr versendet worden sein. An manchen Tagen gehen bis zu 1.500 Nachrichten oder Hausaufgaben für die Schüler ein. Für die zusätzliche Internetnutzung müssen mehr Gebühren bezahlt werden.

Die Corona-Pandemie trifft auf ein schwaches Gesundheitssystem, es kollabiert.

Die wichtigste Vorsorge „oft Hände waschen“ ist schwer zu realisieren. Drei Millionen Peruaner/innen haben keinen Zugang zu fließendem Wasser!

Die Ausgangssperre (20.00 Uhr am Abend – 4.00 Uhr am Morgen) ist aktuell um weitere 2 Wochen – bis zum 24. Mai – verlängert worden. Sie wird von 135.000 Polizist/innen, 60.000 SoldatIinnen und 30.000 kommunalen Ordnungshüter/innen kontrolliert.


 

Finanzbedarf für folgende Projekte:

Aldea Infantil Westfalia Kinderdorf

  • Bildungsfonds: Finanzielle Unterstützung in der schulischen (teilweise universitären), wie auch beruflichen Ausbildung – dringend!
  • Sanierung von zwei weiteren Familienhäusern
  • Erneuerung der Batterien und einzelner Solarpaneele der kinderdorfeigenen Solaranlage (einzige Stromquelle)
  • Nachtbeleuchtung (Solarlampen) für das Kinderdorfgelände
  • Bau von Wasserkanälen zur Erweiterung der zu bewirtschaftenden Agrarflächen

Kinderdorfeigene Grundschule

  • Auf- und Ausbau der Westfalia – Helma – Schule (Grundschule; in 2019: dreizügig)
  • Ausstattung: Ersatz und Erweiterung

Jede Spende hilft!


Wasser-Projekt als “Rotary Global Grant”

Ein besonderes Highlight im Westfalia Kinderdorf ist Anfang März 2017 im Rahmen des Besuches der Vorsitzenden des IVWK, Christel Zumdieck, und rotarischer Freunde aus Deutschland sowie Peru die Fertigstellung des neuen Trinkwasser- und Bewässerungssystems mit einer solarbetriebenen Pumpenanlage gewesen. Diese umfangreiche Anlage war aufgrund der Unsicherheit des alten Systems dringend erforderlich. Das Projekt ist als “Global Grant” vom RC Paderborn-Kaiserpfalz initiiert und mit Unterstützung der Rotary Clubs Darmstadt-Kranichstein und Miraflores-Lima sowie deren Distrikten und Rotary International in den USA mit über 100.000 US-$ finanziert worden. Federführend hatte Prof. Dr. Most, der Vorsitzende der Unterstützungseinrichtung des RC Kaiserpfalz, das Antragsverfahren durchgeführt.

Vor Ort hat Randy Nelson, ein amerikanischer Ingenieur, der in der Zeit mit seiner Familie in Limas Ortsteil Cieneguilla wohnte und sich mit seiner Frau Yuko intensiv um das Kinderdorf kümmerte, das große Projekt arbeitstechnisch sowie finanziell voll im Plan realisert. Hierbei haben ihn zahlreiche Helfer ehrenamtlich während der zwölf Monate unterstützt. Das Projekt umfasste die Installation von zwei Leitungssystemen (ein Leitungssystem, um das Brunnenwasser direkt in die Familienhäuser zu bringen und ein Leitungssystem, um das Flusswasser den Feldern und damit den Agrarprojekten zuzuführen), einem riesigen Wassertank am Berg, einer solarbetriebenen Pumpenanlage nahe dem Brunnenhaus und einer Filteranlage bei den Familienhäusern. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist nun für die über 100 Bewohner des Kinderdorfes sicher gestellt. Dieses Wasser-Projekt ist ein “Leuchtturm-Projekt” und findet in Peru aufgrund seiner Nachhaltigkeit großes Interesse, da es für viele ländliche Regionen als Muster dienen kann, mit Sonnenenergie Brunnenwasser zu fördern. (Sommer-Rundschreiben 2017)

    

  

Heftige Regenfälle in Peru – Kinderdorf hat die Isolation gedroht

Stark anhaltende Regenfälle in den Andenregionen Perus haben im März 2017 Schlammlawinen und Überschwemmungen ausgelöst. Über die Ufer tretende Flüsse und Erdrutsche haben großen Teilen des Landes schwer zu schaffen gemacht. Häuser sind beschädigt oder sogar zerstört worden und einige Brücken sind eingestürzt. Selbst in der Hauptstadt Lima, in der es auf Grund des Wüstenklimas für gewöhnlich kaum zu Regenfällen kommt, hat die Polizei auf Grund überfluteter Straßen mittels Hochseilen hunderte Bewohner aus ihren Häusern befreien müssen.

Das Aldea Infantil Westfalia Kinderdorf befindet sich in Cieneguilla, einem Stadtteil von Lima, der circa 40 km außerhalb des Zentrums am Fuße der Anden liegt. Es bietet derzeit etwa 120 verwaisten, misshandelten und verlassenen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, in familiären Strukturen aufzuwachsen und eine schulische sowie berufliche Ausbildung zu bekommen.

Das Westfalia Kinderdorf liegt an dem Fluss Lurin. In der Regel gibt es zwei Zugangsmöglichkeiten. Die Fahrstrecke für PKWs entlang des Flusses ist überflutet worden und Teile vom Damm, die abgebrochen sind, müssen wieder aufgeschüttet werden. Daher ist diese Strecke kaum befahrbar. Eine Fußgängerbrücke über den Fluss Lurin ist der zweite Zugang und während der Überflutung ist sie der einzig mögliche Zugang gewesen. Die Stützpfeiler dieser Brücke sind beschädigt worden und die Brücke ist dadurch abgesunken, aber durch die Anwohner wird sie noch genutzt. Die Gefahr besteht, dass durch weitere Wassermassen die Brücke weggerissen wird und einstürzt.

Um einer kompletten Isolation des Kinderdorfes vorzubeugen, sind Getränke und Lebensmittel gebunkert worden. Die Trinkwasser- und Lebensmittelpreise sind während der Hochwasserkatastrophe teilweise um das Dreifache erhöht worden.

Wir danken allen Spendern, die spontan auf unseren Aufruf hin finanzielle Unterstützung gegeben haben. Leider konnten noch nicht alle Schäden beseitigt werden und es werden auch weiterhin noch Spenden für die nachfolgenden Reparaturarbeiten, besonders an der aus der Statik geratenen Fußgängerbrücke, benötigt – Stichwort: “Westfalia Kinderdorf Peru – Hochwasserkatastrophe

Kontoinhaber: Internationaler Verband Westfälischer Kinderdörfer e. V.

Sparkasse Paderborn-Detmold

BLZ 476 501 30 – Konto 62299

IBAN: DE28 4765 0130 0000 0622 99 – BIC: WELADE3LXXX

VerbundVolksbank OWL

BLZ 472 601 21 – Konto 8710982500

IBAN: DE27 4726 0121 8710 9825 00 – BIC: DGPBDE3MXXX

 

Eine traurige Nachricht aus dem Westfalia Kinderdorf

Ana Ruth, die 2002 als vierjähriges Mädchen ins Aldea Infantil Westfalia Kinderdorf aufgenommen wurde und dort aufgewachsen ist, ist am 15. März 2017 im Alter von 18 Jahren verstorben. Ihre Leukämieerkrankung ist erst ca. drei Wochen vor ihrem Tod erkannt worden und die Therapie kam zu spät. Ana Ruth hat sich in der Gemeinschaft sehr engagiert und besonders den Jüngeren sehr viel Liebe gegeben. Wir trauern mit der Kinderdorfgemeinschaft ob dieses Verlustes. (Sommer-Rundschreiben 2017)

Jahrestag der Dorfgemeinschaft

Jährlich wird Ende November der Gründungstag des Kinderdorfes gefeiert. Der Jahrestag und damit der Geburtstag des Westfalia Kinderdorfes ist das Fest des Jahres für alle Kinderdorfbewohner. Neben den rotarischen Freunden sind unter den geladenen Gästen auch immer “Ehemalige”, einige davon bereits mit Partner oder Partnerin und sogar mit ersten Kindern. Auf diesen größten Tag des Jahres bereitet sich die Kinderdorfgemeinschaft lange vor. Für die Gäste wird ein ansprechender Adventsbasar vorbereitet, Tänze werden einstudiert und der Chor als auch die Instrumentalgruppen üben fleißig für ihren Auftritt.

Ausbildung ist die beste Selbsthilfe

Gemäß dieser Erkenntnis hat der amerikanische Staat dem peruanischen Erziehungsministerium finanzielle Hilfe im Rahmen eines Förderungsprogramms (Beca 18 Albergues) für Kinderheime und Kinderdörfer zur Verfügung gestellt. Frau Schrader-Woyke hatte sich unverzüglich um Stipendien für ihre Kinderdorfkinder und die mittellosen Jugendlichen bemüht, die im Vorausbildungsprogramm des Instituto im Kinderdorf gefördert worden waren. Von 36 Anträgen wurden beim ersten Verfahren 30 bewilligt – 10 Kinderdorfkinder und 20 mittellose Jugendliche, die bisher durch den Rotary-Club Paderborn-Kaiserpfalz finanziell unterstützt worden waren.

Von den ersten Kinderdorfkindern, die vom Erziehungsministerium ein Stipendium zur Fortbildung und zum Aufbau ihrer bisherigen Abschlüsse erhalten hatten, sind die ersten drei Mädchen im August fertig geworden.

 

Roxana Centeno, Yosselin Pillaca und Mayra Vidal haben ihre “Graduacion Chio Lecca” und können nun als Modedesignerin Kleidung gestalten.

Und es gibt weitere Erfolge. Auch die Jugendlichen im integrativen Kleinstunternehmen “Iskay Kori” haben bei einem Wettstreit viel Erfolg gehabt und werden zur Belohnung nun für ein weiteres Jahr von der peruanischen NRO “Pan Soy” finanziell begleitet.

Es schafften den Abschluss zum Beispiel auch Florinda und Edixa, die nun zusammen in einem kleinen Zimmer im Norden von Lima wohnen, wenige Minuten von ihrem Arbeitsplatz entfernt. Florinda arbeitet als ausgebildete Krankenschwester in einem Militärhospital. Edixa hat nach ihrer Ausbildung in der Gastronomie eine Arbeitsstelle in einem Bistro-Café angetreten.

Dem langjährigen Einsatz der Kinderdorfleitung, ihrem Team und der Treue der Paten ist es zu verdanken, dass die Herangewachsenen den Sprung schaffen. Wir wissen das zu schätzen und freuen uns, dass die nachwachsenden Kinder immer mehr Vorbilder zum Nacheifern bekommen.

    

Foto links: Tia Emma Laden     –     Mitte: Junge Künstler     –     rechts: Traditioneller Tanz der Kleinsten

In den letzten Monaten hat sich der Kreis der Dorfbewohner wieder erweitert, denn über das Frauenministerium sind mehrere Kinder in Not gebracht worden. Darunter ist auch ein Baby, das, wie Macarena im letzten Jahr, im Müll gefunden worden und nur wenige Tage alt gewesen ist. Für unseren Verband bedeutet ein solches Ereignis, schnellstmöglich Unterstützer zu finden.

Bei jedem Besuch der Vorstandsvorsitzenden im Westfalia Kinderdorf, den sie auch zum Anlass nimmt, zusammen mit Frau Schrader-Woyke wichtige Fragen in verschiedenen Institutionen in Lima zu klären, erfährt sie von der Kinderdorfleiterin, welche Kinder neu hinzugekommen sind, wer das Kinderdorf auf Grund der Entscheidung des Frauenministeriums wieder verlassen musste und welche herangewachsenen Kinderdorfkinder offiziell entlassen werden können mit der Perspektive auf ein besseres Leben.

Ein behindertengerechter Kleinbus für die Kinderdorfgemeinschaft

Zur großen Freude der Kinderdorfleiterin und der Westfalia-Dorfgemeinschaft ist von der Friedrich-Wolter-Stiftung ein behindertengerechter Kleinbus finanziert worden. Mit diesem können nun die Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auch mitfahren und die Sonderfahrten mit einem entsprechenden Taxi können gespart werden. (Sommer-Rundschreiben 2016)

Ehemaliges Kinderdorf-Kind bildet sich in Deutschland weiter

Leonardo, der im Kinderdorf das Backen gelernt und bei SENATI, einer staatlich anerkannten Organisation für Lehrlingsausbildung in Peru, die Lehrabschluss-Prüfung bestanden hatte, war nach Deutschland gekommen um die hiesige Lehre im dualen System zu absolvieren. Vor Beginn der Ausbildungszeit hatte er täglich über drei Monate eine Sprachenschule in Paderborn besucht, um Deutsch zu lernen.

Nachdem er seine Ausbildung zum Bäcker bei Goeken Backen in Bad Driburg am 25. Januar 2016 erfolgreich mit der Gesellenprüfung abgeschlossen hatte, war er Ende Januar nach Peru zurückgekehrt.

Als „Bäcker-Lehrer“ hat er sein Wissen im Kinderdorf weitergegeben und auch die Rezepte für die Backwaren, die vor Ort für die Dorfgemeinschaft hergestellt werden, verbessert. Er hat Kinderdorfkinder und Jugendliche aus der Umgebung in Bäckerei-Einführungskursen unterrichtet, die jungen Menschen in der inklusiven Micro-Empresa “Iskay Kori” betreut und sie bei der Herstellung ihrer Produkte beraten.

Seit Oktober 2017 ist er wieder in Bad Driburg in der Großbäckerei Goeken. Sein Ziel ist es, auch noch die Meisterprüfung in seinem Beruf abzulegen und wir wünschen ihm dazu viel Erfolg.

Wir danken der Familie Goeken, die bei der Einweihungsfeier der neuen Back-Galerie um Spenden für das Ausbildungsprojekt gebeten hatte. Wir danken den Gastfamilien, in denen Leonardo am Anfang seiner Ausbildungszeit untergebracht gewesen ist und die sich fürsorglich um ihn gekümmert haben.

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